DIE STILLE DER STADT | THE SILENCE OF THE CITY

JoergKlaus

 

Berlin im Lockdown. Eine Stadt im Schwebezustand.  Die Stadt ist leiser, Menschen auf der Strasse drehen ihr Gesicht beim im großen Bogen aneinander Vorbeigehen weg, kein Blickkontakt mehr, die Hände tief in den Taschen vergraben. Sie wollen nicht hier sein, sie wollen nicht, dass du hier bist – ein einvernehmliches Verschwinden.
Es ruhen die Häuser – die Schulen, die Einkaufstempel, Messen, Kirchen, die Kunst- und Kulturstätten, Bürogebäude - alle ihres eigentlichen Zweckes entledigt - jetzt Denkmale, Erinnerungen an Vergangenes, Gebrauchsspuren als Zeugnisse ihres benutzt worden seins. Eine Stadt wartet auf sich selbst. Eine Stadt versteckt sich vor sich selbst. Nein - sie schläft nicht. Es ist kein Ausruhen. Einzig ihre Baustellen wachsen weiter. Es wird eine andere Stadt werden.

 

Berlin in lockdown. A city in limbo. The city is quieter. People on the street turn their faces away when passing each other, no more eye contact, hands deep in their coatpockets. They don't want to be here, they want to be not that you are here - a consensual disappearance. The houses are dormant - the schools, the shopping malls, fairs, churches, the art and cultural sites, office buildings - all of their actual purpose disposed of - now monuments, memories of the past, traces of use as evidence of their having been used. A city is waiting for itself. A city hides from itself. No - it doesn't sleep. It's not resting. Only their construction sites continue to grow; it will be a different city.