NO SURFACE MOVEMENT (EXERPT FROM WORK)

JoergKlaus

 

Die Arbeiten strahlen Kühle und latente Ursprünglichkeit aus - ein Changieren zwischen Nähe und Distanz, zwischen Oberfläche und einer, erst auf den zweiten Blick sichtbaren, dahinter liegenden Ebene. Es sind vielschichtige Bilder, im Mittelpunkt der Mensch - Bilder, in denen die Fragilität und Instabilität einer scheinbar sicheren Realität gezeigt wird. Der Betrachter wird auf physischer wie auf intellektueller Weise in den Rezeptionsprozess einbezogen, denn die großformatigen Arbeiten verlangen ein Herangehen und ein Wegtreten vom Objekt.
Die inhärente visuelle Kontextenthebung in den Arbeiten, das Konzept der kontextuellen Entmachtung des Abgebildeten, hier auf recht strenge Art und Weise verwendet, erfordert schließlich eine Rezeption in verschiedenen Bedeutungskategorien. Mit den hauptsächlich kompositorisch sachlich-nüchternen Bildlösungen entstehen Arbeiten, in denen eine Favorisierung der Klarheit des Formalen einer mehrfachen Deutungsmöglichkeit gegenübersteht. Die Bilder zeigen nicht die vollständige Kontextualisierung einer Situation, mit dem Resultat, dass sich der Betrachter eine eigene Interpretation erarbeiten muß, ohne sich von seinen Vorurteilen verführen zu lassen.
Trotz einer neutralen Lichtführung ist die Arbeit nur scheinbar systemisch und distanziert. Beim „Sich auf die Arbeiten Einlassen Wollen“ entdeckt der Betrachter aber auch eine subtile zutiefst emotionale Komponente.

 

 

The works radiate coolness and latent originality - an oscillation between proximity and distance, between surface and a layer behind it that is only visible at second glance. They are multi-layered images, with the human being at the center, in which the fragility and instability of an apparently secure reality is shown. The viewer is involved in the reception process in both a physical and intellectual way, because the large-format works demand distance and closeness. The inherent visual de-contextualization in the works, the concept of the contextual disempowerment of the depicted, here used in a rather strict way, finally requires a reception in different categories of meaning. The mainly compositionally objective and sober pictorial solutions result in works in which a favoritism of the clarity of the formal is opposed to multiple possibilities of interpretation. The pictures do not show the complete contextualization of a situation. This leads to the fact that the viewer has to work out his own interpretation without being seduced by his prejudices. Despite a neutral lighting, the works are only apparently systemic and distanced. In "Wanting to get involved in the works" the viewer also discovers a subtle, deeply emotional component.